Auf der transmediale.10 wird dieses neue Werk von Julius von Bismarck zum ersten Mal gezeigt: ein unheimliches Erlebnis von Raum und Zeit aus den Materialien und Geräten des Films. Dazu hat von Bismarck eine 16mm Kamera zu einem Projektor umgestaltet, der jetzt auf eine zirkuläre, mit phosphoreszierender Farbe bestrichene Leinwand einen Film ausstrahlt.
Die visuellen Werke Ryoji Ikedas funktionieren wie Sinnbilder einer Zukunft, die massgeblich von digitalen Technologien beherrscht sein wird. In der zum ersten Mal in Deutschland ausgestellten audiovisuellen Installation data.tron [3 SXGA+ version] macht Ikeda mit einer digitalen Projektion das unsichtbare Meer an Daten, das uns ständig umgibt, auf eindringliche Weise sichtbar.
Ein technologisches Kompositionsprojekt des Künstlerduos [The User] (Emmanuel Madan / Thomas McIntosh), in dem sich das tausendmal gehörte Ticken einer Uhr in Hommage an das Poème Symphonique des ungarischen Komponisten György Ligeti in eine reichhaltige Quelle komplexer akustischer Strukturen verwandelt.
The Inverted Cone ist eine neue Installation, bei der mit Projektionsapparaten zeitlose Bedingungen geschaffen werden. Indem der Betrachter an dem heuristischen Prozess Teil nimmt, wird er automatisch zum Medienarchäologen, der unterschiedliche Chronologien gleichzeitig wahrnimmt.