Seit der Wirtschaftskrise ist die Kreativindustrie zum Standortfaktor geworden. Politiker schwärmen von einem neuen Wachstumsmarkt, der bald die Automobilindustrie überflügeln soll. Wir fragen: Wie sehen die veränderten Rahmenbedingungen im Verhältnis zwischen Kunst und Kapital aus? Möglicherweise ist es bald nicht mehr so, dass die Wirtschaft der Kultur beim Wachsen und Werden hilft, sondern umgekehrt.
Mit Techniken aus der geophysischen Archäologie (Offenlegen und Kartografieren), narrativen Deplacements (filmische Manipulationen von Zeitlichkeit) und kodierten Psychogeographien wird dieser Workshop dem Stadtflaneur der Zukunft neue Schablonen und Vorgehensweisen aufzeichnen.