Ressourcen und traditionelle Energieträger sind limitiert, die Warnsignale der Klimaerwärmung werden immer eindringlicher. Wie steht es aber um den Umgang mit Werten und der Verantwortungsbereitschaft in unserer Gesellschaft?
Indem die Kreativindustrie wirtschaftlich immer mehr an Bedeutung gewinnt, wird auch die Bedeutung der Kunst für die Entwicklung einer dynamischen, innovativen und aufgeklärten digitalen Kultur stets deutlicher.
Der Klimawandel ist in seinen Ursachen und physikalischen Auswirkungen ein Gegenstand der Naturwissenschaften. In der Komplexität und Unüberschaubarkeit seiner Folgen aber ist er ein zentraler Gegenstand der Sozial- und Kulturwissenschaften. Im Klimawandel liegt nicht nur die Chance, überkommener Standards des Lebens und Handelns, sondern eben auch neue institutionelle und individuelle Formen von Kooperation und Kulturtechniken zur Bewältigung der weit reichenden Gefährdung zu entwickeln. Wo liegen die Chancen und Möglichkeiten, den zerstörerischen Dynamiken schöpferische Elemente entgegenzusetzen? Was bedeutet den Klimawandel als einen kulturellen Wandel zu begreifen? Welche neuen Möglichkeiten eröffnet ein kultureller, künstlerischer Ansatz?
In Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen
In der Nachfolge von Renée Green wurde die Videokünstlerin und Philosophin Marina Grzinic (Ljubljana) zur Leiterin der Klasse für Konzeptuelle Kunst an der Akademie der bildenden Künste Wien berufen.